Anfahrt am 04. Mai 2024

Schon am Donnerstag packten viele fleißige Hände unter Spargels Leitung mit an, um den Schlepper ALTER GREBEL mit Bierzapfanlage, Getränken, Grill, 2 Generatoren, Gläser, Spülwanne, Wasser und 4 Fässer Bier zu beladen.

Am Freitag dann quälten sich mehrere kraftstrotzende Seeleute an der Ankerwinsch der EUGENIE ab, da der uralte Ankerdiesel nicht ansprang. Kurz vor 14.oo Uhr war dann Anker auf und der Schleppzug mit über 10 Mann Besatzung setzte sich in Fahrt. Bei Pegel Oestrich 230 konnte man die Fahrt durch die Winkeler Bucht nehmen, deren Ausfahrt oberhalb Autofähre bis locker Pegel 200 noch sicher für unseren Schleppzug (Tiefgang 130 cm) passierbar ist. Nach 1.30 h erreichte das einiges Aufsehen erregende Schleppgespann das Stillgewässer Mariannenau und konnte dort vor Anker gehen. Die Längswerke waren nur knapp überspült, so dass kein Strom stand. Wegen Wind aus West setzte die erfahrene Crew aber 2 Heck-anker. Carli und Uta holten mit ihrer schnellen Targa die Überführungscrew zurück in den Hafen. Als Ankerwache blieben über Nacht Heiko, Spargel und Helmut.

Am Samstag startete dann die Anfahrt 2024 gegen 14.00 Uhr nach einer kurzen Begrüßung mit Einweisung durch die Vorsitzende Birgit Fluhrer mit nur 20 Booten zur Fahrt in die Mariannenau. Alle hatten geflaggt und die Sonne ließ sich sogar zeitweise blicken. Petrus hatte ein Einsehen und schickte erst gegen Abend mal einen kurzen Schauer. Die Ankermanöver für das Päckchen klappten durchweg problemlos und bald konnte man den schönen Tag zusammen auf EUGENIE mit Boat-Hopping, leckeren Grillspeisen und frischem Faßbier genießen.

Alle waren bester Laune und freuten sich über den traditionsreichen Start in die neue Saison 2024.

Einige Boote blieben über Nacht bis dann am Sonntag eine 6-köpfige Crew die Eugenie wieder sicher in den Heimathafen verschleppte und dort auf ihrem Platz verankerte.

Seit den 90-iger Jahren veranstaltet der RYC seine Anfahrt jedes Jahr in dieser Form und hat damit schon ein Alleinstellungsmerkmal in unserem Revier. Der Aufwand ist erheblich- alle, die schon mitgewirkt haben, wissen das – und die Veranstalter freuen sich über jeden Teilnehmer als Wertschätzung für ihre Arbeit. Nur ganz selten entfiel die Fahrt zur Mariannenau wegen des Wetters. Wassersportler geben nicht auf, nur weil die Sonne nicht scheint oder ein paar Tropfen fallen. Schließlich gibt es wetter-gerechte Kleidung.  

H.F.